Gelb geht gut!

(BMW Mercedes Power JOURNAL Ausgabe 1/98 von G.N.)

Nicht immer sind familiäre Gründe für den Kauf eines BMW 3er touring ausschlaggebend. Sven Ruhnow ist gerade 23 Jahre jung und denkt noch lange nicht an eine eigene Familie, eher an neue Umbau-Ideen für seinen gelben 320i.

Am Anfang dieser Geschichte des gelben BMW 320i touring von Leser Sven Ruhnow stand ein kleiner Unfall, der dem BMW rundum ein paar Beulen einbrachte. Die Instandsetzungsarbeiten gaben den Auftakt zum Umbau. Nach der Rückverformung wurde der BMW fast komplett zerlegt, denn es standen neben einer Neulackierung in Karneval-Gelb auch dicke Räder und heiße Innereien auf dem Umbau-Plan. Bevor der Lackierer seines Amtes walten durfte, galt es, noch ein paar kleine Veränderungen vorzunehmen. Sven bastelte zum Beispiel eine völlig eigenständige Motorhaube. Das heißt, sie wurde kurzerhand verlängert und die BMW-Niere an die Haube angesetzt. Die Niere geht jetzt beim Öffnen der Motorhaube mit nach oben.

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Gleichzeitig wuchsen alle vier Radläufe mächtig nach außen, schließlich sollten sie später extremes Füllmaterial aufnehmen. Die Heckklappe hat Sven zudem von Schloß und Heckwischer befreit. Entriegelt wird fortan per Fernbedienung. Zu guter Letzt wurden Sportspiegel von Power Dynamics, Seitenschweller und Spoilerstoßstangen von Zender installiert. Als das neue Karneval-Gelb trocken war, ging es sofort an den Einbau des Fahrwerks. Sven kombinierte vier gelbe Koni-Dämpfer mit Limited Edition-Federn, die eine Tieferlegung von vorn 70 und hinten 35 Millimeter bewirken. Eine bessere Sicht auf die vier serienmäßigen Bremsscheiben gewähren mehrteilige Artec-Edition-I-Felgen in den Maßen 9x17 Zoll ET 20 vorne und 10x17 Zoll ET 17 hinten. Diese sind mit den Dimensionen 215/40 vorne und 245/35 hinten bereift.

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Der Innenraum machte auch noch reichlich Arbeit. Zuerst stand der Einbau einer feinsten Alarmanlage an. Diese ist mit Außen- und Innenraumüberwachung durch Radarsensor, Wegfahrsperre und einer Ansteuerung von Fensterhebern und Kofferraumentriegelung versehen. Für die musikalische Unterhaltung sorgt ein Pioneer-Radio mit 12-fach-CD-Wechsler und Soundprozessor. Vorne bringt ein Zweiwege-System den Sound gut rüber, und hinten wummern neben Caliber-Lautsprechern zwei Subwoofer. Front- und Hecksystem werden durch eine Vier-Kanal-Endstufe, die Subwoofer durch eine Zwei-Kanal-Endstufe versorgt. Die theoretische Gesamtmusikleistung der Endstufen beträgt zirka 2.000 Watt.
Der kleine Unfall hat sich in Sven Ruhnows Augen gelohnt. Dank des kleinen Crashs, etwas Kleingeld und ein paar super Ideen entstand ein super „Touri". G. N.

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