Kleine Lehrstunde!

(Das Magazin GTI Plus Ausgabe 5/2001)

Eins muß man sagen, Sven legte sich richtig ins Zeug, um den Wagen so richtig geil hinzubekommen. Und dabei kann es auch total unkonventionell zugehen, wie die Motorhaube es beweist. Der Gedanke war, eine Möglichkeit zu finden, nicht nur die Scheinwerfer durch Leisten Abzudecken, sondern auch die Blinker - allerdings ohne eingekürzte Plastikleisten drauf-zukleben. Wie man auf dem Foto sehen kann, wurde dann ein „etwas größerer Aufwand" "betrieben, um ein spektakuläres Ergebnis zu erreichen. Stimmt! Doch es geht noch weiter: Schwarze Scheinwerfer und Blinker gehören ja zum guten Ton, aber das zur Seite hin versetzte Nummernschild a la Alfa 156 ist einmal eine angenehme Abwechslung. Um dem Auge zu schmeicheln, stand dann ein komplettes Cleaning auf dem Programm. Zunächst mußte man sich der vier Türgriffe möglichst sauber entledigen. Aber auch an der Heckklappe gab es mit dem Entfernen des Schlosses und des Wischers genug Arbeit. Und wenn man schon dabei war, stutzte man die Nummernschildmulde auf 32 cm zurecht und setzte schwarze Rückleuchten ein. Nachdem das Auto als „sauber" abgesegnet war, konnte man sich um die sportliche Note kümmern. Dafür verpaßte man dem Wagen ein Muskelaufbau-Training von Zender. Mit dem Bodykit aus Front und Heckschürze, sowie den obligatorischen Seitenschweller näherte sich der Wagen den Idealvorstellungen immer weiter an. Letztlich geben die M3-Spiegel der Karosserie den letzten Schliff. Man sollte aber nicht außer Acht lassen, das zu einen edlen Auto auch anständige Reifen gehören -dreiteilig und poliert würden passen... Genau wie die Modern Line Felgen, die vorne mit 9,5x16 Zoll und hinten sogar mit 10,5x16 Zoll auftrumpfen! Um Rad und Radhaus luftdicht zu verschließen, sorgt das KW-Gewindefahrwerk der Variante 2 für eine saftige Tieferlegung, sogar in Keilform.

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Trommelfell-Massage!

Wenn wir uns nun dem Innenraum zuwenden, dann sollten wir uns etwas Zeit gönnen, denn die ganze Geschichte läßt sich nicht mal eben in zwei Sätzen runterreißen. Bei so einer Einrichtung „nur" von einer Mega-Hifi Anlage zu sprechen, ist schon eine krasse Untertreibung. In diesem Auto kriegt das Wort Multimedia eine neue Bedeutung. Und das nicht nur für die Leute vorne, hier sitzt man wirklich überall in der ersten Reihe. Die Kernanlage ist ein Alpine-Tuner mit einem ausfahrbarem 16:9 Monitor von sehr tauglicher Größe. Drumherum tummeln sich noch einige Zusatzmodule, die dann für die Vielfalt des Systems verantwortlich sind. Falls das TV wieder einmal nur Konserven aufwärmt, kann der Alpine DVD Player die neusten Kinohits in bestechender Qualität auf die Bildschirme bannen. Das schöne an der Anlage ist, das hier jeder sein Programmchef ist. Ganz nach dem Motto „vier Köpfe, vier Wünsche" kann auf jedem Monitor entweder TV oder DVD geguckt werden - auch wenn der Fahrer auf das Alpine Navigationssystem zurückgreift. Die Monitore für die Hinterbänkler sind idealerweise in den Kopfstützen der M3-Sportsitze untergebracht, der für den Beifahrer in der Sonnenblende -perfekt oder? Für den maximalen Hörgenuß gönnte man dem System einen Alpine-Soundprozessor. So kann man, wenn man will, den 3er in eine Kathedrale verwandeln - rein akustisch natürlich!

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Der 6-fach CD-Wechsler von Alpine rundet das Bild ab. Wer jetzt vielleicht denkt, das wir ein versehentlich ein Alpine Laborfahrzeug erwischt haben den können wir beruhigen. Bei den Endstufen griff man in das Regal von Hifonics. Das im linken Fußraum untergebrachte 2-Kanal Modell „Isis" versorgt die zwei Caliber CSS 4 Centerspeaker im Lederbezogenen Dachhimmel. Die in den komplett umgearbeiteten und ebenfalls mit BMW-Leder bezogenen Türen befindlichen Phonocar Lautsprecher, sowie das Hecksystem werden von dem 4-Kanal Modell „Europa" gepowert, seinerseits im rechten Fußraum verstaut. Beide Endstufen sind zudem unter einer GFK-Abdeckung mit Acryl-glas plaziert.
Damit ist aber noch lange nicht Schluß! Die nächsten beiden Saftpressen des verheißungsvollen Typs
„Zeus" wurden in eine GFK Kofferraum-Ausbauorgie versenkt. Einer von denen haucht den drei JL Subbies die göttliche Baß-Power ein, der andere schickt seine Watt an die Kickbässe in den vorderen Türen.
Ach bevor ich's vergesse, dieses Auto kann man auch fahren, dank eines 320 mm Sportlenkrades gar nicht mal so schlecht!
Sven, wir sind beeindruckt! Und dem ist nichts hinzuzufügen, außer der Telefonnummer von C & H, die Sven bei der Verwirklichung seines Traumes geholfen haben.

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